An die Pfannen und los geht die Schatzsuche! Wir haben uns auf das Abenteuer Goldwaschen in Rauris eingelassen und uns ein klein bisschen wie Indiana Jones gefühlt…

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Familien auf Schatzsuche im Raurisertal: Goldwaschen

An manchen Tag macht das Aufstehen mehr Spaß als sonst. Zum Beispiel dann, wenn der Urlaubstag Abenteuer und spannende Entdeckungen verspricht. So wie im Raurisertal im Nationalpark Hohe Tauern: Nach dem Frühstück in unserer voll ausgestatteten Ferienwohnung des Carpe Solem Rauris packen wir unseren Rucksack und die Kinder, um zum ca. 20 Minuten entfernten Bodenhaus zu fahren.

Das Auto parken wir am Parkplatz Bodenhaus an der Mautstation nach Kolm Saigurn. Nach 5 Minuten Fußmarsch erreichen wir den Goldwaschplatz Bodenhaus. Der liegt an der Mautstraße Kolm Saigurn, im Wald, direkt an der Rauriser Ache - und genau dort wollen wir unser Glück versuchen. (Der Goldwaschplatz ist aufgrund der Folgen eines schweren Unwetters für den Rest der Sommersaison 2023 geschlossen.)

Ziel ist es, mithilfe einer Goldwaschpfanne feine Goldflitter aus dem Wasser zu waschen. Und das könnte – nach einer fachkundigen Einführung ins Goldwaschen – durchaus möglich sein. Schließlich „sitzen“ die Rauriser Schätzungen zufolge noch auf unglaublichen 120 Tonnen (!) Gold. Daher (und von seiner goldenen Geschichte) rührt auch der Name „goldenes Tal der Alpen“, unter dem das Raurisertal in der Goldberggruppe die letzten Jahrzehnte bekannt wurde. Im gesamten Tal sind heute noch Spuren der prägenden Goldbergbauzeit zu finden. Außerdem war die Nationalparkgemeinde Austragungsort von diversen Goldwaschmeisterschaften (ja, die gibt es wirklich!), wie Europa- und Weltmeisterschaften in den 80er und 90er Jahren.

Zurück zum Goldwaschplatz Bodenhaus und unserem Abenteuer als Schatzsucher: Theo, der Goldwaschplatzbetreuer, ist passionierter Goldwäscher und weiht uns in die Geheimnisse des Goldwaschens in Rauris ein. Wie man die Schüssel richtig hält, wie viel Wasser man benötigt – und schließlich auch, an welchen Stellen des Flusses man am ehesten fündig wird. Unsere Schatzsuche ist mit der Nationalpark Sommercard kostenlos – und die gefundenen Goldflitter dürfen wir sogar mit nach Hause nehmen. Fazit: Ein echt cooles Abenteuer für die ganze Familie, das nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt!  

Welche Ausrüstung braucht man zum Goldwaschen?

Am Goldwaschplatz Bodenhaus kann man sich alle notwendigen Utensilien für die Schatzsuche leihen: Von Gummistiefeln über die Goldwaschpfanne bis hin zu Spaten und Phiole. In der kann man die feinen Goldflitter aufbewahren – und als Souvenir mitnehmen. Aktuelle Öffnungszeiten des Goldwaschplatzes Bodenhaus und die Preise für Goldwasch-Kurse im Raurisertal erfahren Sie auf der Website des Tourismusverbandes Rauris.

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Weiterer Goldwaschplatz: Rauriser Hochalmbahnen

Der zweite Goldwaschplatz in Rauris und eine Mineralienwelt befinden sich an der Heimalm, der Mittelstation der Rauriser Hochalmbahnen. Hier wird an einer künstlich angelegten Goldwaschanlage gesucht.

Die Rauriser Hochalmbahnen gehören mit ihrem Erlebnisangebot zu den "Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen". Die Talstation befindet sich direkt neben dem Carpe Solem Rauris. Bei einer Fahrt mit der Rauriser Gondelbahn sind neben dem Goldwaschplatz folgende Stationen einen Besuch wert: die Greifvogelschau, der Barfußweg und ein Wasserspielplatz an der Hochalm Bergstation sowie Tillys Waldpfad, der von der Hochalm zur Heimalm führt (Gehzeit ca. 1,5 Stunden). Diese Ausflugsziele sind mit der Nationalpark SommerCard inkludiert.

Wanderungen zur Goldgräber-Vergangenheit des Raurisertals

Die goldene Geschichte des Raurisertals ist nicht nur beim Goldwaschen spürbar: Bei Wanderungen, Spaziergängen und dem Besuch des Talmuseums entdecken Sie Zeugnisse aus der Goldgräberzeit.

#1 Gewerkenhäuser in Rauris

Während eines Ortsspaziergangs, ca. 5 Minuten vom Carpe Solem Rauris entfernt, kommen Sie an zahlreichen alten „Gewerkenhäusern“ wie dem heutigen Gemeindeamt vorbei.  

#2 Knappenhäuser und Radhaus

Nahe dem Schutzhaus Neubau (2.175 m) sieht man Ruinen des Radhauses und Schrägaufzugs. Den bewirtschafteten Neubau erreichen Sie nach ca. 2,5 Stunden vom Parkplatz Lenzanger über den Rauriser Urwald und den Familienwanderweg oder über den Barbara Wasserfall.  

#3 Rauriser Talmuseum

Im Museum im Ortszentrum lernen Sie Ignaz Rojacher und seine Bedeutung für den Goldbergbau kennen und bestaunen Exponate aus vergangenen Zeiten.

Bildmaterial © Tourismusverband Rauris, Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern

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